Coole Wohnungen mit Loft Charakter

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich auf der Suche nach einer coolen Wohnung in Dortmund oder Bochum. Extrem ansprechen würde mich ein Loft und diesen Sonntag habe ich daher einen Besichtigungstermin in einer Wohnung in Dortmund-Marten. Wer Dortmund kennt, der weiß, dass es in der nördlichen Innenstadt eine ganze Reihe von extrem großen super günstigen Wohnungen gibt. Locker 100 Quadratmeter für gerade mal 600 Euro kalt, renoviert mit Kamin gerne auch über zwei Etagen mit Dachterrasse. Das ganze in wunderschönen Jugendstilhäusern die meist komplett unter Denkmalschutz stehen. Wer meine Mutter kennt, weiß aber auch, dass diese sofort die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde wenn ich auch nur in Erwägung ziehen würde irgendwo nördlich des Hauptbahnhofes hinzuziehen.

Keine Ahnung ob sie übertreibt, immerhin habe ich nie dort gelebt und mich auch nie lange dort aufgehalten, doch die Assoziationen von Bronx und Berlin Bahnhof Zoo kommen doch recht schnell, wenn man an Straßen wie die Schillerstraße, die Münsterstraße oder die Bornstraße denkt. Erst kürzlich hatte ich ein cooles Gespräch mit Marens Vater, indem ich ihn davon zu überzeugen versuchte, dass 90% der Dortmunder Vororte Slums sind. So wie die nördliche Innenstadt, Hörde oder Scharnhorst. Oder um es mit Bruno Knust zu halten “Dortmund-Scharnhorst ist ein Ort, wenn man dort die Miete pünktlich bezahlt, kommt die Polizei und fragt woher das Geld ist”.

Wie es das Schicksal aber so wollte, habe ich dennoch ein cooles Inserat in Marten gefunden. Marten ist zumindest eine halbwegs vernünftige Gegend (und das mag in Dortmund schon viel heißen). Dort wird zur Zeit eine ehemalige Schule komplett saniert, entkernt und renoviert und in insgesamt 16 Wohnungen aufgeteilt. Am vergangenen Sonntag war ich zu einem Besichtigungstermin da. Von außen wirkt das Gebäude sehr eindrucksvoll und imposant, es hat schon etwas in einem komplett Denkmalgeschützen ehemaligen Schulgebäude zu wohnen, auch die Parkplätze direkt vor der Haustür auf dem ehemaligen Schulhof sind sehr attraktiv.

Wer hat schon Lust nach einem gestressten heißem Tag noch eine Stunde nach einem Parkplatz zu suchen und dann auch noch einen Fußmarsch hinzulegen. Die
Gefahr ist auch dann sehr groß, dass man falsch parkt. Da man keine Lust hat stundenlang zu suchen. Und das sind ja schon Verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeiten.

Was mir außerdem extrem gut gefallen hat ist, dass die Wohnungen, die ich mir angesehen habe Galleriewohnungen waren. Dank der sehr hohen Wände konnte man eine weitere “Etage” in die Zimmer hineinziehen. So entstand im Schlafzimmer ein Ankleidezimmer und über dem Esszimmer das Wohnzimmer. Wobei ich das Esszimmer eher als Wohnzimmer genutzt hätte und dafür das “Wohnzimmer” als Arbeitsbereich.

Was ebenfalls sehr cool ist, ist das Konzept der offenen Küche. So hat man einen Bereich wo man Kochen kann, den man vom Essbereich beziehungsweise Wohnzimmer aus sehen kann. Ggf. kann man die Bereiche auch durch eine Anrichte oder ähnliches voneinander trennen. Etwas blöd ist nur, dass bis jetzt noch keine Küche drin ist, daher werde ich eine Einbauküche oder ähnliches noch selbst finanzieren müssen und habe mich deswegen schon einmal im Internet nach Möbeln umgeschaut. Eine Möglichkeit ist hier natürlich auch dass man gebrauchte Küchen kaufen kann.

Einige Möbel habe ich bereits, die ich einfach mitnehmen werde. Wichtig ist mir allerdings, dass ich wenn ich die Möbel online bestelle, sie auch nach Hause geliefert bekomme. Vor allem Möbel sind ja in der Regel so sperrig, dass man sie nicht immer so leicht ins Auto packen kann um mit ihnen nach Hause zu fahren. Neben den passenden Möbeln sind aber auch andere Wohnaccessoires zum Beispiel von urbanara.de wichtig für eine gute Atmosphäre.

Die passende Beleuchtung

Vor einiger Zeit habe ich in meinem anderen Blog einen Artikel über Architekturbeleuchtung geschrieben und mir damals bereits Gedanken zu verschiedenen Beleuchtungskonzepten gemacht.

Ich finde allgemein, dass das richtige Licht im Wohnkonzept oftmals unterschätzt wird, ebenso wie die Akustik. Die meisten Menschen richten Ihre Räume so ein, dass die einzelnen Elemente farblich zueinander passen und auch die Formen miteinander harmonieren. Mit Licht und Schatten kann man hier allerdings eine Menge erreichen. Ein wichtiger Bestandteil der Beleuchtung sind selbstverständlich die Fenster.

Die passenden Fenster

Fenster sind so viel mehr als nur ein mit Glas ausgefülltes Loch in der Wand. Als ich vor kurzem auf meiner vier wöchigen Deutschlandreise unterwegs war, habe ich eine Menge verschiedener Kirchen besucht. Darunter den Kölner Dom, den Frankfurter Dom, die Liebfrauenkirche in Bremen usw. und verschiedene Fotos gemacht, die ich in einer Sammlung zusammentragen möchte. Aus jeder Kirche gibt es ein Bild, dass die kleinen Teelichter am Eingang zeigt, die die Kirchenbesucher im Andenken anzünden. Zudem gibt es aus jeder Kirche verschiedene Aufnahmen der Fenster. In der Regel habe ich diese mit sehr geringen ISO Werten und kurzer Belichtung fotografiert, so kommt es, dass alles außer dem Fenster dunkel ist und nur dort wo das Licht durchfällt auf dem Bild Farbe zu sehen ist. Also das Fenster.

Hier habe ich einige Bilder aus meinem FlickR Stream ausgesucht, die in Bremen entstanden sind. Einige der Bilder stammen aus dem Bremer Dom, andere aus der Bremer Liebfrauenkirche.

Kirchenfenster in der Bremer Liebfrauenkirche

Kirchenfenster in der Bremer Liebfrauenkirche

Liebfrauenkirche in Bremen

Liebfrauenkirche in Bremen

Natürlich würden Kirchenfenster absolut nicht zu meiner Einrichtung passen, dennoch sind diese Bilder aus dem Bremer St. Petri Dom ein gutes Beispiel dafür wie sehr sich die Beleuchtung auf die Atmosphäre auswirkt. Bei dem Bremer Dom handelt es sich um einen so genannten dreischiffigen Dom, er besteht somit aus sozusagen Drei Bereichen. Der Nordbereich wurde 1500 von einem romanischen Bauwerk in ein gotisches umgebaut.

Ebenso wichtig wie das passende Licht, ist aber – meiner Meinung nach die richtige Akustik – das fängt ebenfalls schon bei den Fenstern an. Wer in der Nähe einer starkbefahrenen Straße o.ä. wohnt, sollte daher über eine Dreifachverglasung nachdenken. Auch dicke Wände tragen dazu das Gebäude in gewisser Maßen zu schallisolieren. Bei hohen Decken verteilt sich der Sound besonders gut, sehr cool ist hier der Einsatz von Wireless Lautsprechern beziehungsweise ganzen Surround Systemen. Diese Surroundsysteme gibt es mit Kabeln, aber selbstverständlich inzwischen auch über WLAN. So lässt sich die Musik zu den Boxen hinstreamen zum Beispiel vom PC oder Laptop aus. Verbindet man das ganze dann noch mit einem Musikinstrument wie einem E Piano, kann man die gerade gespielte Musik über das Boxensystem optimal im Raum verteilen und ein einzigartiges Klangerlebnis erschaffen.

Leider werden Digitalinstrumente immer etwas stiefmütterlich behandelt. In Wirklichkeit haben aber auch sie ihre Vorzüge eine Reihe von sehr coolen Digitalen Pianos gibt es zum Beispiel bei H. van Bremen in Dortmund.

So ein digitaler Flügel würde übrigens ebenso perfekt in meine Wohnung passen ;)

geschrieben am August 30th, 2011 von Chaim • AllgemeinesNo Comments »

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.