Google und China
Wer meinem Twitteraccount folgt, wird sicher schon mitbekommen haben, dass ich viel über das Thema Google China gebloggt habe. Chaim hat im Blog des Auftragskillers schon eine Zusammenfassung unter dem Titel ” Google vs. China ” gepostet. Nun möchte ich meine Sichtweise dazu bloggen:
Angefangen hat es damit, dass Google im Januar 2006 auf dem chinesischen Markt mit Google.cn startete. Wie alle Unternehmen in China, musste sich auch Google den strengen Auflagen der chinesischen Regierung beugen und entschied sich dazu seine Ergebnisse freiwillig zu zensieren. Ende des vergangenen Jahres wurden mehrere Unternehmen Opfer von Hackerangriffen, darunter waren Phishing Attacken sowie direkte Angriffe auf die Server von Google. Außerdem wurde eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgentzt. Von dieser Sicherheitslücke sind alle Nutzer des neusten Betriebssystems von Microsoft – also Windows 7 – betroffen. Seit bekannt werden dieser Lücke rät das Bundesamt für Sicherheit in Informationstechnik vom Benutzen des Internetexplorers ab.
Die anhaltende Zensur und die Hackingangriffe auf GMail-Konten von Menschenrechtsaktivisten brachte Google dazu sein China Engagement zu überdenken. Im offiziellen Blog kündigte Google den Rückzug aus China an. Darauf folgten Gespräche mit den chinesischen Behörden in denen Google klar machen wollte, dass sie nicht weiter bereit sind die Zensur und die Angriffe zu dulden. Bis jetzt blieb die chinesische Regierung allerdings hart.
Am gestrigen Mittwoch sollten in China eigentlich in Zusammenarbeit mit Unicom China zwei Android Smartphones vorgestellt werden. Die von Motorola und Samsung hergestellten Geräte sollten über vorinstallierte Google Dienste verfügen, auf die der spätere Nutzer wahrscheinlich keinen Zugriff haben wird, sollte sich Google komplett aus China zurück ziehen. Der Termin für die Produkteinführung wurde auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben.
Was denkt ihr über die Reaktion von Google? Denkt ihr, dass weitere Unternehmen folgen werden und sich vom chinesischen Markt zurück ziehen werden?

ähnliche geschichte, meiner meinung nach fast noch schlimmer:
paar freunde im casino in tschechien – einer verschwindet und wacht am nächsten tag wieder irgendwo auf. ihm fehlt eine niere….
Mittwoch, 27.01.10 um 13:34 Uhr
in china wird sicherlich niemand hingerichtet um ihm oder ihr organe zu entnehmen.
sollte roche keine medizinische lösung den kranken chinesischen patienten zur verfügung stellen??
oder hab ich dich da missverstanden?
Donnerstag, 28.01.10 um 00:19 Uhr
Ob in China gezielt Personen für die Todesstrafe “ausgesucht” werden, um sie danach als Organspender zu ‘missbrauchen’ kann ich dir nicht sagen.
sicher ist allerdings, dass über 90% der Organe in China von hingerichteten Gefangennen stammen. Dass die alle ihre Zustimmung dazugegeben haben ist sehr fragwürdig…besonders da die meisten chinesen gegen die Organspende sind.
Es gibt aber auch von Falun Gong Anhängern Aussagen von geflohnen Todestraktinsassen, die meinen man würde bewusst Menschen für die Todesstrafe aussuchen. Ähnliches steht auch in diesem Artikel: http://www.falungong.de/artikel/zeugenberichte/1188308543.html
Zu Roche: Ein großer Teil der internationalen Konzerne boykottieren den chinesischen Markt weil es grausam und unmenschlich ist Menschen für ihre Organe zu töten bzw. selbst wenn es nicht so ist, ist es immer noch ethisch nicht richtig Menschen zu töten und ihnen danach ohne ihr Einverständnis die Organe zu entnehmen. Nur durch den Boykott kann man China dazu zwingen eine andere Politik zu machen. Deswegen sollte sich auch Roche wie die anderen Konzerne daran halten und nicht auch noch ein “größeres Geschäfts” daraus schlagen, dass die anderen Konzerne moralische Bedenken haben…
Donnerstag, 28.01.10 um 12:27 Uhr
Hallo Sandra, danke für’s mitzwitschern in meinem Twitter (http://twitter.com/Rockbaer)! Zum Artikel: Ich finde, es ist ein sehr wichtiges Thema! Trotzdessen fehlen mir hier die Quellen, woher hast Du sie? Woher stammen sie? Andernfalls sind es Luftblasen, die jeder in den Raum pusten kann. Die einzige Quelle, die sich allerdings nicht auf den Organhandel direkt bezieht, ist jene von AI. Wie gesagt, das Thema Organhandel in China finde ich wichtig zu disktutieren und ich finde es gut, dass Du es aufgreifst. Aber es gibt auch -teils sehr gute- Quellen dazu. Nicht nur im Internet, es gab in den letzten 1-2 Jahren gute TV-Dokus über die Machenschaften in China. Dort wurde auch mehr hinterfragt, “was” das für Gefangene sind und inwieweit dahinter Peking stecken könnte. Vor ein paar Wochen habe ich einen ähnlichen Artikel geschrieben, der sich jedoch primär um das neue Anti-Porngrafie-Gesetz dreht: http://blog.rockbaer.de/488/5-000-chinesen-wegen-online-pornografie-verhaftet-2.html Also, nicht enmutigen lassen
Ich schaue gerne wieder vorbei! LG, Rockbär/Sebastian
Sonntag, 31.01.10 um 19:16 Uhr
Hallo Sebastian
aus dem Artikel sind verschiedene Artikel aus Onlinemagazinen (zB focus online) verlinkt. Leider werden die Links schnell übersehen, weil sie sich farblich kaum vom normalen Text unterscheiden. Ich werde deswegen das Thema mal ein wenig anpassen damit man die Links besser erkennt.
LG
Sandra
Sonntag, 31.01.10 um 19:39 Uhr
Ah, das wäre gut! Ist wirklich kaum zu erkennen.
Trotzdessen auch “textlich” verlinken
LG
Sebastian/Rockbär
Sonntag, 31.01.10 um 21:42 Uhr