Lyrik des Barock
Lyrik des Barock ist unser aktuelles Thema in Deutsch und irgendwie ganz interessant. Obwohl ich ja sonst nicht so für Lyrik bin, muss ich gestehen ;D aber es ist schon ganz angenehm, nachdem wir die letzten Monate nur Lektüren (Don Karlos, Dantons Tod, Effi Briest, Törleß…) gelesen haben und auch noch eine Lektüre (Kassandra) bearbeiten müssen. Die Barock Zeit ist durch ein wesentliches Merkmal gekennzeichnet, sie setzt sich mit dem vergänglichen Leben auseinander und das auf gegensätzliche Art und Weise. Es gibt nämlich gleich zwei Leitmotive der Barocklyrik. Auf der einen Seite steht die Abkehr vom Diesseits und Hinwendung zum Jenseits (denn laut der Kirche ist sowieso jegliches diesseitige Leben schlecht und man solle sich lieber mit dem Seelenheil befassen und auf ein angenehmes Leben nach dem Tod im Jenseits hoffen), geprägt durch Begriffe wie “Memento mori” (Gedenke, dass du sterben musst) oder auch Vanitas. Auf der anderen Seite steht im krassen Gegensatz dazu das Leitmotiv “Carpe Diem” (Genieße den Tag).
Der Mensch steht im Barock Zeitalter also vor der Entscheidung, ob er sich dem kirchlichen Bild (Jenseits-Diesseits) zuwenden möchte oder ob er den Tag im Diesseits genießen möchte. Er wird immer wieder an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert und daran, dass er sterben muss. Die Barock Zeit ist außerdem durch eine sehr strenge Baukunst bzw. Kunst allgemein geprägt. Besonders an den Palästen absolutistischer Herrscher kann man erkennen, dass sich die Bauideale an geometrische Formen anlehnen, alles versucht “perfekt” zu sein. Alles muss einem bestimmten, strengen Bild von “Richtigkeit” entsprechen.
Übrigens: Noch 92 Schultage ;D
